Das Ministerium zur Behebung öffentlicher Missverständnisse, kurz MBÖM, kündigte jüngst an, dass ein Bevölkerungsaustausch zwischen Weißrussland und Deutschland in die Wege geleitet werden wird.

Im Zuge internationaler Zusammenarbeit auch über die Grenzen der EU hinaus wird sich die von George Sorros teilfinanzierte Institution dafür einsetzten, dass die Demonstranten, die in Minsk seit Wochen auf die Straße gehen, um Liebe, Freiheit und Demokratie von ihrer korrupten und despotischen Diktatur-Regierung zu fordern, nach Deutschland gebracht werden. Im Gegenzug sollen die deutschen Regierungskritiker und Corona-Leugner, die eine Absetzung von Angela Merkel und ihrem „Corona-Schreckenskabinett“ fordern, nach Minsk deportiert werden. Da der weißrussische Machthaber den Lockdown ablehnte, dürften sich die Demonstranten dort viel wohler und verstandener fühlen, als im demokratieverkaterten Deutschland.

In der Gesamtbetrachtung ergibt sich dadurch schlichtweg ein stimmigeres Bild“, so die Pressesprecherin des MBÖM, Chrisztina Labbakowa in einem Interview mit der Contraganda. „In Deutschland glaubt ja ohnehin niemand, dass die aufgebrachten Demonstranten für Liebe und Demokratie und Gerechtigkeit auf die Straße gehen, obwohl das auf ihren Plakaten steht und bei jeder Kundgebung deutlich wird. Laut der meisten Medien im Land sind diese Leute gewalttätige Nazis, Reichsbürger und Verrückte, die sich mit der Polizei Straßenschlachten liefern, mit ihren blanken Händen und Füßen den Reichstag stürmen – so fanatisch sind sie! – und die Regierung stürzen wollen. Das passt viel besser hier her nach Minsk!“

Da weder die deutschen Demonstranten noch die Minsker Demonstrationsteilnehmer in der Mehrheit Masken tragen, wird es den Tagesschauzuschauern auch nicht weiter auffallen, dass es sich um andere Leute handelt. Die Antifa hat sich bereits erboten, für die Minsker, die der deutschen Sprache nicht mächtig sind, die Protestschilder anzufertigen, darin hat die Nicht-Vielleicht-Doch-Regierungsorganisation in den vergangenen Jahren und auch jüngst wieder gute Erfolge erzielt, als sie schwarz-weiß-rote Kaiserreichflaggen an nostalgische Demonstranten austeilte, die diese dann beim Erklimmen steinerner Treppen an einem Gebäude im Berliner Regierungsviertel durch die Luft schwenkten.

Die Bundesregierung erhofft sich durch diesen Austausch von rund einer halben Million Menschen eine Stabilisierung der politischen Lage in der Bundesrepublik.

Aus internen Gesprächen geht hervor, dass man davon ausgehe, dass die Minsker Demonstranten, die seit über zwanzig Jahren unter Lukashenkow wie mittellose Sklaven mit Wasser und Brot hatten leben müssen, sich schnell an den Wohlstand und den Rundum-Sozialsorglos-Lebensstil in Deutschland gewöhnen werden und der Wille zum Widerstand und Aufbegehren sich schnell verflüchtigen wird, sodass wieder Ruhe und Ordnung einkehren.

Die größte bürokratische Herausforderung wird es sein“, so der Innenminister, „dass die Minsker bis zur Bundestagswahl alle einen deutschen Pass bekommen, damit sie dann für die richtige Regierung abstimmen können, nämlich jene, die ihnen das demokratische Recht zur Demonstration nicht verweigert hat, die ihre Demonstrationen weder verboten noch mit Polizeimaßnahmen widerrechtlich blockiert hat.“

Die deutschen Umstürzler hingegen bekommen endlich den lupenreinen Diktator, den sie in Spahn-Merkel vermuten, an Lukaschenkov können sie unermüdlich ihren Frust abreagieren und ihn mit was für Mitteln auch immer aus dem Amt putschen. Das wäre auch in sofern hilfreich, als dass dann weder die NATO mit Bomben noch die EU mit weiteren Hilfsgeldern in Höhe von 53 Millionen Euro eingreifen müssten, um das letzte Russland nahestehende Land zu destabilisieren. Ein solches Ukraine-Vorgehen würde nur eine zweite Welle an Verschwörungstheorien nachsichziehen und könnte dem Anti-Merkel Demomob in die Hände spielen. Putin mag zwar seine Kremlkritiker vergiften, aber er wird es nicht wagen, militärisch gegen unbewaffnete ausländische Demonstranten in Minsk vorzugehen, die nichts weiter wollen als Demokratie, Liebe und Gerechtigkeit.

Wo kämen wir denn da hin?
Putin ist schließlich nicht Assad …. wobei? … Dafür gibt es bestimmt auch eine Verschwörungstheorie, die hat nur noch keiner erfunden!

Von Limarå Hèymdai

Autorin, Künstlerin & Systemkritikerin - www.Limara.net

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