Nach fünf Nächte verzehrenden Sondersitzungen zum Ausstieg aus dem Shut-Down sind sich die Ministerinnen und Minister nun endlich einig: Die Corona-Verordnungen werden verlängert. Es wird keine Lockerungen der Ausgangsbeschränkungen oder Kontaktsperren zum 20. April geben.

Das mag zunächst schockieren, doch Insider wissen von harten Verhandlungen zu berichten, in denen sich mit sachlichen und wissenschaftlichen Argumenten auseinandergesetzt wurde. Mitarbeiter des RKI waren anwesend, um Statistiken zu deuten und Prognosen zu verifizieren. Die Regierung sei sich sehr wohl bewusst, dass die Bevölkerung unzufrieden und deprimiert sei ob der Lage, doch man könne das Volkswohl nicht derart unbedacht verspielen, nachdem die Pandemie nun nicht ausgebrochen war. Es müsse vielmehr mit einem Angriff aus dem Hinterhalt gerechnet werden.

„Wenn wir jetzt alle wieder auf die Straße gehen und uns die Hände schütteln und uns gegenseitig anatmen, dann könnte eine unterdessen mutierte Form des Virus sich rasend schnell in der Bevölkerung verbreiten“, so Bundes-Chef-Virologe Drosten. „Das Problem mit Viren ist ja, dass sie immer mutieren müssen, um unser Immunsystem zu überlisten, nun waren aber die Ansteckungen durch die Ausgangsperren derart zurückgegangen, dass es sehr wahrscheinlich ist, dass der Virus, um zu überleben überdurchschnittlich schnell mutiert ist, und diese neue Form, also SARS CoV-3 könnte nun unerkannt in unserem Land unterwegs ist, es könnten bereits Menschen damit infiziert sein, ohne es zu merken.“

Das sind wahrlich erschreckende Aussichten, doch Drosten versichert: „Ein Test ist bereits in Vorbereitung, dieser wird aufgrund des Zeitdrucks genau wie der jetzige nicht verifiziert werden, aber das tut der Fallzahlenerhebung ja glücklicherweise keinen Abbruch.“

Diese Horrorszenarien sind aktuell jedoch durch keinerlei Test oder weiterführende Erkenntnisse gestützt und solche Fehler wolle man auf Seiten der Regierung tunlichst vermeiden, nachdem sich bei der noch akuten Viruskrise ein paar kleinere Statistik-Malheure eingeschlichen hatten, die das Ende der Wirtschaft wie wir sie kannten eingeläutet haben.

Den Ausschlag für die Entscheidung des Expertengremiums zum Negativentscheid in Bezug auf die Maßnahmenlockerung war vielmehr der Umstand, dass der 20. April der Geburtstag Adolf Hitlers war, jene berühmt berüchtigte Galionsfigur des Naziregimes in Deutschland zur Mitte des letzten Jahrhunderts.

Wie der Sprecher der Minister-/innenkonferenz betonte, wolle man vermeiden, dass dieser zweifelhafte Tag mit all zu viel Freude und Erleichterung bedacht würde, das wäre dem schrecklichen Erbe des Mannes, der am 20. April 1889 das Licht der Welt erblickte, in keiner Weise angemessen und würde ein falsches Signal an die Weltöffentlich senden.

Man hätte nun ohnehin schon die Problematik zu bewältigen, dass Coronakritker plötzlich zu Nazis würden – so zumindest schreibt es der Spiegel, und was der schreibt, stimmt! – und da müsse man nun nicht noch ein Freudenfest am Geburtstag des Führers heraufbeschwören.

Den Medien in anderen Ländern sei nicht zu trauen, und wenn sie dann Bilder von freudestrahlenden Deutschen in den Parks und Läden sehen und nur ein bisschen recherchieren, z.B. bei Wikipedia, könnten all zu leicht fragwürdige Rückschlüsse auf den Anlasse der Freude gezogen werden.

Es wäre nach wie vor ein deklariertes Ziel der Bundesregierung, der Welt zu beweisen, dass die deutsche Nation aus den Fehlern der Vergangenheit gelernt habe und das Repressionen durch die Regierung, Aushöhlung von Grundrechten und Anstiftung der Bürger zur Denunzierung ihrer Mitmenschen oder gar das Brandmarken andersartiger und anders denkender Teile der Gesellschaft ein für alle mal kein Thema mehr sind in diesem Land.

Wann mit einem Ende der Maßnahmen zu rechnen sei, wäre nun Thema einer weiteren Sondersitzung. Zur Auswahl stehen aktuell der Geburtstag von Herrn Drosten, der Todestag von Robert Koch … oder war es anders herum? Na jedenfalls müsste sich dazu nun noch mal sachlich und differenziert beraten werden und es bestünde aktuell kein Anlass zur Panik oder gar zum erleichterten Aufatmen.

Das ist ja auch etwas gefährlich, wegen der Ansteckung, wie wir wissen.

Von Limarå Hèymdai

Autorin, Künstlerin & Systemkritikerin - www.Limara.net

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