Neuartige Atemmasken

Der weltweit führende Smartphone-Hersteller Huawei hat einen innovativen Mundschutz mit integriertem LED-Bildschirm vorgestellt. Das Unternehmen möchte damit einen Beitrag für die Zukunft leisten, betont die Pressesprecherin. Die Corona-Epidemie, die Anfang des Jahres China in Atem gehalten hat, habe den entscheidenden Anstoß dazu gegeben, die Entwicklungen in diesem Bereich schnell voranzutreiben. Seit vielen Jahren ist das Tragen eines Mundschutzes in China bereits sehr verbreitet wegen der schlechten Luft. Kaum bekannt jedoch ist, dass das Verdecken eines Teils des Gesichts und die damit einhergehende Einschränkung der Kommunikation über die Mimik sich drastisch auf menschliches Miteinander und Sozialkontakte auswirkt; so brach die Datingbranche in den letzten Jahren zunehmend zusammen und die Zahl der Eheschließungen ging um bis zu achtzehn Prozent in smogstarken Monaten zurück.

„Wir haben uns verpflichtet gefühlt, diesen Entwicklungen etwas entgegenzusetzen“, betont Huawei bei der Präsentation des faceled.

Das Hightech-Accessoire gibt es in zwanzig verschiedenen Farben, es ist bei sechzig Grad waschbar und der leicht biegbare 4K-Bildschirm bildet den Bereich um den Mund naturgetreu und im richtigen Maßstab ab. Das kleine Stück Sience Fiction kostet in der Anschaffung rund 70 Euro, teuer wird es erst bei den Extras, die auf Wunsch installiert werden können. So sind eine integrierte Virenmesseinheit, ein Lufterfrischer oder ein automatisches Übersetzungsmodul verfügbar, zudem eine Reihe von Software, die bei der Darstellung des Mundes eine optische Aufwertung vornimmt. So können Frauen und natürlich auch Männer ihre Lippen mit Lippenstift oder auch vergrößert anzeigen lassen. Das Programm whiter, das die Zähne optisch aufhellt, soll es bei den ersten 5000 Bestellungen gratis mit dazu geben, so verspricht der Konzern und betont, dass er sich an faceled nicht primär bereichern sondern einen Beitrag für die Welt leisten möchte, die sich zunehmend den Gefahren von Pandemien und Feinstaub gegenüber sieht.

Sollten sich die Prognosen für die Todeszahlen in Europa und den USA bewahrheiten, so vermutet der Konzern einen großen Absatzmarkt; Gespräche mit Regierungen über Großbestellungen seien bereits im Gespräch. Über die optionale, in China jedoch verpflichtende Software framer, die unpassende Äußerungen bis hin zu strafbaren Verschwörungstheorien des faceled-Trägers in allgemein akzeptierte Aussagen umwandelt, wollte die Pressesprecherin nichts sagen, da solle man sich an die Parteizentrale wenden.

Von Limarå Hèymdai

Autorin, Künstlerin & Systemkritikerin - www.Limara.net

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